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Am 28. November 2003 besuchte Herr Israel Savir mit seiner Familie unsere Schule. Er war ein ehemaliger Schüler der Israelischen Taubstummen-Anstalt in Berlin-Weißensee. Felix Reich, der Leiter der ITA, hat 1939 zehn Schüler unter dem Vorwand einer Klassenfahrt nach England gebracht. Zu dieser Gruppe gehörte Herr Savir. Die Rettung der verbliebenen Kinder und Mitarbeiter auf diesem Wege wurde durch den Kriegsausbruch verhindert. Herr Savir erinnert sich gern an seine Berliner Jahre. Für ihn war es die schönste Zeit seines Lebens. Es machte ihm sichtlich Spaß, Anekdoten zu erzählen und nach Spuren seiner Kindheit zu suchen. Herr Savir lebt heute in Tel Aviv. Am 16. April 2008 besuchten uns Frau Honigstein und ihr Sohn. Frau Honigstein war 1939 Schülerin der Israelischen Taubstummen-Anstalt in der Parkstraße. Die Schule  für Gehörlose in Heidelberg hatte sie im November 1938 verlassen müssen, da sie als einziges jüdisches Mädchen von ihren Mitschülern diffamiert wurde. In der jüdischen Schule in Weißensee war sie sicher, in der Stadt als Jüdin nicht. Als ihr Vater aus Dachau frei kam, gelang es ihrer Familie noch rechtzeitig, amerikanische Visa zu bekommen. So konnten sie über Rotterdam mit der "Volendam 1"(*) nach New York fliehen, wo sie am 22. Februar 1940 unter Tränen - angesichts der Freiheitsstatue - ankamen. Frau Honigstein besuchte die Stephanus-Stiftung im Rahmen von Dreharbeiten zu einem Dokumentarfilm über ihr Leben. Sie starb am 2. Juli 2012 in Florida. * Die "Volendam 1" fiel nach der Besetzung der Niederlande nicht in deutsche Hände und wurde vom Britischen Kriegsministerium zur Evakuierung von Kindern nach Amerika eingesetzt. Ende August 1940 wurde sie zwischen Liverpool und New York - 300 Meilen vor der irischen Küste - von einem deutschen U-Boot torpediert. Die Passagiere konnten gerettet werden.
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